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Medien und Ideen

"Make up your mind" - Neujahrsvorsätze von Woody Guthrie, 1942

  1. Work more and better
  2. Work by a schedule
  3. Wash teeth if any
  4. Shave
  5. Take bath
  6. Eat good — fruit — vegetables — milk
  7. Drink very scant if any
  8. Write a song a day
  9. Wear clean clothes — look good
  10. Shine shoes
  11. Change socks
  12. Change bed cloths often
  13. Read lots good books
  14. Listen to radio a lot
  15. Learn people better
  16. Keep rancho clean
  17. Don’t get lonesome
  18. Stay glad
  19. Keep hoping machine running
  20. Dream good
  21. Bank all extra money
  22. Save dough
  23. Have company but don’t waste time
  24. Send Mary and kids money
  25. Play and sing good
  26. Dance better
  27. Help win war — beat fascism
  28. Love mama
  29. Love papa
  30. Love Pete
  31. Love everybody
  32. Make up your mind
  33. Wake up and fight

[via brainpickings ]

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Nach dem Krieg

Es war für mich als Kind eine der bemerkenswertesten Erzählungen, die mir meine Mutter aus ihrer Nachkriegsjugendzeit machte: Sie habe mit ihrer Schwester alte Zigarettenstummel für ihren Vater gesammelt, damit er aus dem Resttabak der weggeworfenen Tschick sich dann neue drehen konnte. Den mitunter wenig beschäftigten Besatzungssoldaten sei diese Beschäftigung aufgefallen und sie hätten sich oft schon nach wenigen Zügen wieder die nächste angezündet, damit die Tiroler Mädchen möglichst lange Stummel ergattern konnten.

Diese Erzählung war für mich immer ein Beleg für die große Armut und das Elend, die hierzulande nach dem verlorenen Weltkrieg herrschten, die Geste der Soldaten empfand ich als eine zutiefst menschliche von Besatzern, die Befreier waren und auf eine bessere Zukunft verwiesen.

Heute beobachtete ich mit meinen beiden Kindern an der Straßenbahnhaltestelle beim Südbahnhof einen jungen Mann, vielleicht Anfang 20, der direkt hinter und vor den einfahrenden Straßenbahnen den Gleiskörper abging auf der Suche nach längeren Zigarettenstummel. Die Fundstücke gab er routiniert in eine Plastiktasche, den Blick stets nach unten gerichtet um keinen lohnenden Stummel zu übersehen. Mehrmals ging er die Bereiche der Haltestellen in beide Richtungen ab, tat einen Schritt zur Seite bei einer herannahenden Bim, liess sich kürzestmöglich unterbrechen und schritt das Feld gewissenhaft zu Ende ab.
Es gab niemanden, der ihm absichtlich längere Stummel in den Weg warf, und es hatte den Eindruck, dass die Ausbeute eine eher geringe war. Einige Stummel nahm er kurz in die Hand, begutachtete sie mit raschem Blick und liess sie wieder zu Boden fallen. Bis zum Filter geraucht die meisten Zigaretten, nichts zu verschenken, weiß dazu die Werbung zu sagen.

Ich war dann beschäftigt, meine Kinder vom Spiel des Stummeleinsammelns abzubringen, am Boden liege der Müll anderer Leute, nochdazu etwas so unhygienisches wie ein oral benutzter Zigarettenstummel. Ja, der Mann habe das gemacht, aber der Mann sei in einer bedauernswerten Situation. Und dann erzählte ich ihnen die Geschichte, die ihre Oma mir erzählt hatte.
Damals, nach dem Krieg, 1950. Und jetzt 2011.

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Zitat des Tages - I'm not a stalker VIII

“Follow us on Twitter” Why? I’m not a stalker. I’m not a lap dog. Do you think my friends will be impressed if I tell them: “I follow lots of stuff on Twitter.” Sure. “Join our newsletter.” Why? “Watch our videos.” Yeah? Oh, I haven’t seen a video in days. Can’t wait to see yours.

und

Web teams are obsessed with their recently launched Twitter feeds, their tools, their documentation, videos, blogs. Customers are obsessed with their tasks. I just want to change the oil in my lawnmower. I want to do that in the fastest, easiest way possible.

Gerry McGovern The format is not the task

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