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2007-09-04 18:09

Brachliegende Zahlen - der Irrsinn fehlender Datenvisualisierung am Beispiel der EU

Im Glauben an die Macht der Aufklärung durch Wissen ist es eine Erschütterung ohnegleichen, die mich immer wieder befällt, seit ich die Möglichkeiten der Datenvisualisierung bei Hans Rosling kenne:

Meine Erschütterung rührt daher, dass die Vermittlung und Präsentation von Daten nicht automatisch a la Rosling gemacht wird – sondern überall die spannendsten Daten in Tabellenfriedhöfen begraben liegen (vorausgesetzt die Daten sind überhaupt zugänglich). Im Bereich der EU und des EU-Mitgliedslandes Österreich schaut es meines Wissens nach sehr düster aus.

Mein erkenntnisleitendes Interesse heute war der Pro-Kopf-Verbrauch an Bier in der EU (ausgehend von 108 Litern pro Kopf in Ö-Land) – die besten Zahlen dazu liefert der Brauer Bund – bei der EU findet man ein Gesundheitsportal mit einer Statistiksektion, in der sich pdf-Charts (wie diese zum Alkoholverbrauch pro Kopf ) verbergen.

Bei der Statistik Austria scheitere ich auf dieser Seite an der Qual der Wahl zwischen “Datenbank ISIS” und “Datenbank SuperSTAR” – im Zweifel will ich natürlich “Superstar” sein, aber bedienen lässt sich dieses Tool nicht ohne Einschulung.

Ohne das Thema anzuschneiden, welche Daten und Datenbanken frei zugänglich gemacht werden sollten: die prinzipiell vorhandenden und frei zugänglichen Daten sind schlecht aufbereitet und mit keinen oder umständlichen Interfaces erschlossen. Entweder es gibt einen Grund, die Daten für die Öffentlichkeit so zu verschliessen (weil sie politischen Sprengstoff bergen) – das wäre die verschwörungstheoretische Sichtweise (die der Realität zuviel Rationalität zumutet). Oder es ist schlichte Ignoranz und Unwissenheit über die Möglichkeiten des Internets, wie aus Daten Wissen, und aus Wissen Aufklärung entstehen kann (auch im Sinne von “Licht für den Standort”).

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