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2006-05-09 06:34Erfolgreiches Projektmanagement bei KURIER ONLINE (Teil 2: Step by Step)
Die Zeit, in der die Strategie entsteht, zeitigt am Anfang keine sichtbaren Ergebnisse; Strategiepapiere sind nicht für Rundmails gedacht.
Ich habe im letzten Sommer öfter die Frage gehört: “Jetzt macht ihr schon so lange rum, wann fangen wir denn jetzt endlich an?”. Gemeint war die tatsächliche Umsetzung im Code – angefangen hatte das Projekt natürlich schon längst.
Einen Schritt nach dem anderen zu machen (und nicht zwei Schritte nach vorne und einen nach hinten), Teil des Erfolgs im Projekt.
Nach der Klärung der zugrundeliegenden Ausrichtung mit der Definition der Kernkompetenz der Seite war der nächste Schritt das Interface, das Design, das Antlitz der Seite. Vorhandene Stärken waren nicht um jeden Preis sakrosankt, es gab keine untouchables.
Wichtig war, für die notwendige externe Verstärkung im Designbereich die richtige Frau/den richtigen Mann zu finden. Es war klar, dass es kaum eine grössere Agentur werden würde, wir wollten unser Team nicht unnötig aufblasen, wollten nicht alle Vorteile verlieren, die aus der simplen Tatsache, dass wenige Köpfe mit der Umsetzung betraut sind, enstehen.
Wir wollten einen Kopf fürs Design, dachten am Anfang evtl. noch an einen notwendigen weiteren Kopf fürs reine html-Coden, also die Umsetzung des Designs in html-Templates.
Wir starteten einen kleinen Designwettbewerb, aus über 40 Bewerbern wurden drei Kandidaten eingeladen, für einen konkreten Arbeitsauftrag (ein abgeschlossener Bereich der neuen Seite) einen Vorschlag zu entwickeln. Es kamen spannende Ergebnisse, aber keines konnte rundum überzeugen.
Es war eine nicht unkritische Phase im Projekt, weil wir wussten, dass uns etwas fehlte, ein Quäntchen, das notwendig sein würde, um den Shift in den Anforderungen zu leisten; das Ziel war ja gesteckt, und es war hoch gesteckt.
Es war ein glücklicher Zufall, dass der alte Bekannte des Hauses, Markus Stefan zu der Zeit seine Seite neu gelauncht hatte, und sich seit kurzem auch konsequent dem webstandardkonformem Design verpflichtet hatte.
Ein paar intensive Blicke in den Code seiner jüngsten Werke genügte, um davon zu überzeugen, dass hier die Trennung von Layout und Content mustergültig exerziert wurde.
Das war der entscheidende Faktor: wir hatten schon beim letzten Relaunch von kurier.at einen strukturell von jeglichem Layout gesäuberten html-Code angestrebt (und auch beinahe erreicht), wir wollten hier nicht nachlassen, sondern nachlegen (dass er daneben noch das “Auge” eines geschulten und erfahrenen Grafikdesigners besitzt, tat ein übriges).
Mit Markus war nun das letzte wichtige Teammitglied an Bord, jetzt konnte das Projekt in die sichtbare Phase treten.
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