Kritik der Konvergenz
Das Konvergenzmodell hat einen scheinbar verlockenden Vorteil: Alles läuft auf eine einfache Erklärung der technischen Welt hinaus. Konvergenz ist die zentralisierende Vorstellung eines einheitlichen Mediums, das hinkünftig die Mediennutzung der ganzen Familie oder Nutzerschaft fokussieren soll. Kultur bedeutet jedoch immer eine Zunahme an Unterschieden und damit an Möglichkeiten, keine Verminderung. Angesichts des menschlichen Bedürfnisses nach Varianz und Individualisierung erscheint deshalb eine Entwicklung zur Konvergenz als ein Rückschritt.
Peter Glaser in Die Nichtschonwiedervereinigung
Erinnert mich an Workshops zur Konvergenz zwischen Print und Online bei meinem früheren Arbeitgeber ; de facto gelebt wurde dann immer ein sowohl als auch bzw. ein neben- und miteinander, kein ineinander übergehen.
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