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2007-01-19 17:17

Pfadfinderinnen, Cookies und Wikipedia

Mark Hurst erzählt auf Good Experience eine schöne Geschichte über Girl Scout’s Cookie (eine sehr amerikanische Praxis, Pfadfinderinnen verkaufen Cookies für ihre lokale Gruppe; die Cookies werden offenbar industriell in großem Stil hergestellt; mir fallen als Analogie nur die Klingelbüchsen für die Stephansdomsanierung ein, die einem von Schülern auf der Mariahilferstraße unter die Nase gehalten werden; schwer katholisch geprägt der Klingelbeutel im Sinne eines Ablaßhandels zum Loswerden des schlechten Gewissens wegen des Verfalls einer staatstragenden Institution wie des Steffls. Bei den Girl Scout’s Cookies gibt’s immerhin was zum Knabbern.).
Mark will wisssen, welche verschiedenen Cookies seine junge Verwandte verkaufen könnte, und recherchiert dazu zuerst auf der Girl’s Scout Homepage , findet dort einen Banner zu einer speziellen Seite zum Cookie-Programm, auf der er zur Eingabe seiner Postleitzahl und daran anschliessend zum Eingeben seiner Telefonnummer zwecks Rückruf aufgefordert wird.
Hier gibt Mark (verständlicherweise) auf, geht auf Wikipedia und findet dort alles was er zu den Cookies wissen will .

Mark schliesst daraus, dass das Web als Ganzes benutzbarer geworden ist, weil es Seiten wie Wikipedia gibt, die Informationen zugänglich machen, auch wenn die eigentlich zuständige Organisation dies nicht schafft (weil sie zu sehr an Farben, Icons, PR und Abbildung der internen Organisationsstruktur denkt).

Mark’s Fazit:

Here’s a good rule of thumb for any significant website today: compare how hard it is to find your most basic, important information on your site, versus on Wikipedia. If Wikipedia is easier, you might reconsider your options.

[Mark Hurst: The improving online customer experience ]

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