Semantik am Morgen
Zitat aus dem “Handbuch der Web-Navigation” von James Kalbach:
“Die folgenden Konzepte haben Einfluss auf die Navigationsbeschriftungen. Definieren Sie jeden Begriff und nennen Sie Beispiele”:
- Homonym: ein Wort, das für verschiedene Bedeutungen steht; Schimmel für das Pferd und den Wandbefall.
- Synonym: ein Wort, das in einem bestimmten Zusammenhang die gleiche Bedeutung hat wie die eines anderen Wortes; Apfelsine für Orange, Kunde für Auftraggeber
- Antonym: Wort, das das Gegenteil eines anderen Worts ausdrückt; hell ist das Antonym von dunkel, heiss das von kalt
- Polysem: ein Wort mit unterschiedlichen, untereinander aber ähnlichen Bedeutungen; Flügel ist wegen der Bedeutungen Organ eines Vogels, Teil einer Mannschaft und Tasteninstrument, die untereinander Ähnlichkeiten (seitliche Position, Beweglichkeit) aufweisen, ein Polysem.
- Paronym: falsche Brüder (in Abgrenzung zu falschen Freunden bei Fremdsprachen), also naheliegende aber falsche Assoziationen. Z.B. der österreichische Gymnasialprofessor, der ein deutscher Studienrat und kein Hochschulprofessor ist.
- Hyperonym: der Oberbegriff eines Begriffs. Obst ist ein Hyperonym von Banane
- Hyponym: der Unterbegriff eines Begriffs; die Banane ist ein Hyponym von Obst
Und dann geht es auch noch weiter:
- “Kohyponyme”: sind Hyponyme eines gemeinsamen Hyperonyms; Basset und Dackel sind Kohyponyme von Hund – sie schliessen sich gegenseitig aus (ein Basset ist kein Dackel).
- Und von hier ist es nur mehr ein kurzer Schritt zur Syllogistik mit den 24 gültigen Modi der Schlussfolgerungen (und ein ziemliches Déjà-vu meinerseits). Doch genug der Abschweifung. Die Begriffsklärungen aus Semantik und Linguistik sollen genügen.
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Zur geschätzten Kenntnisnahme:

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