To Do Liste in Gmail - der Google Aufgabenplaner
In Gmail ist jetzt auch eine To-Do-Liste integriert. Gmail wird damit immer mehr zum alleskönnenden Schweizer Offiziersmesser (die Reise geht wohl am ehesten in Richtung Modell Traveller 1.3705 AVT mit Digitaluhr, inkl. Marschzeitanzeige und Alti/Baro/Thermometer).
Mit neuen Funktionen steigt zwangsläufig die Komplexität des Webmaildienstes von Big G. Die größte Herausforderung bei der To-Do-Liste in Gmail ist dabei derzeit, sie überhaupt einzurichten bzw. zu finden. Sie ist nämlich, wie viele andere Funktionen auch, Teil des “Labs”, das man in den Einstellungen nur erreicht, wenn man als Sprache englisch (UK oder US) angegeben hat. Man kann danach allerdings wieder auf deutsch umschalten und hat dann statt Tasks die schöne Übersetzung Google Aufgabenplaner in der linken Menüleiste.
Viel Mühe gibt man sich bei Gmail mit den Tastaturkürzeln, über ein Shift + T lässt sich z.B. jede Email als Aufgabe ablegen (man muss natürlich Tastaturkürzel in Gmail zulassen, weil man mit diesen die Kürzel vom Browser oder Betriebssystem überstimmt).
Was noch fehlt ist das direkte Anmailen des Aufgabenplaners und eine Darstellung nach der Fälligkeit der Aufgaben (um die Aufgaben aus dem Auge zu bekommen, die für heute kein Thema sind). Somit sind zwei zentrale Anforderungen von Mark Hursts Bit Literacy nicht erfüllt und ich sehe noch keine Veranlassung mein Gootodo Abo zu stornieren.
Fazit: der Aufgabenplaner ist eine feine neue Funktion bei Gmail, aber noch nicht das Gelbe vom Ei. Es ist noch ein bisschen Weg für diese Labs-Funktion und Gmail als ganzes zurückzulegen (das übrigens noch immer Beta ist) bis man von Tatsachenberichten wie diesem erzählen wird können:
Während eines längeren Spazierganges erlebten wir auf einer Sommerwiese völlig überraschend die Geburt eines Fohlens, was für uns Stadtmenschen alles andere als ein alltäglicher Vorfall ist. Wir konnten dabei beobachten, dass sich das Muttertier nach der Geburt zunächst gar nicht um seinen Nachwuchs kümmerte und dass das Fohlen gar nicht auf die Beine kam, weil es noch mit der Nachgeburt verbunden war.
Unter den zahlreichen Zuschauern herrschte grosse Ratlosigkeit. Der herbeigeeilte Tierpfleger wusste keinen Rat, da ihm die entsprechende Ausrüstung zur Geburtshilfe fehlte. Das war der grosse Augenblick meines Schwagers, der sich jetzt mit seinem Überlebensmesser in Szene setzte. Er brachte blitzschnell eine Nylonschnur und das Schweizer Wundermesser zum Vorschein und ging dem Tierpfleger damit zur Hand. Der Tierpfleger band mit der Nylonschnur die Nachgeburt ab und mit einem kurzen Schnitt entfernte er diese schliesslich.
Das Publikum war begeistert.
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Kommentare

Die Vielfältigkeit eines Schweizer Taschenmesser mag auf den ersten Blick verblüffend sein, allerdings stellt man bei genauerer Betrachtung fest, daß all die kleinen netten Tools, die eben auch alles nur ein bißchen können in Wirklichkeit nichts wirklich gut können.
Versuch einmal einen IKEA Schrank mit einem Schweizer Messer zusammen zu bauen. Klar geht es – irgendwie…