Verständlichkeit von Texten messen
Mit dem iText-Tool von Jens Jacobsen kann man die Verständlichkeit von Texten messen – es werden diverse Indices für die Lesbarkeit ausgewertet.
Was auf dieser Seite fehlt, ist die Aufschlüsselung der einzelnen Indices und ihren Skalen.
Einen Einstieg ins Thema erlaubt wie immer die Wikipedia – und auch Texte im Web verständlich schreiben bei barrierefreies-webdesign.de
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Feststelltaste in eine STRG-Taste verwandeln
Die Feststelltaste ist für mich schon lange die mit Abstand sinnloseste und unnötigste Taste auf der ganzen QWERTZ-Tastatur – prominent platziert (neben dem häufig verwendeten “A”) und zu nichts zu gebrauchen, ausser zum SCHREIEN (was man viel schneller mit der normalen Hochstelltaste auf der rechten Seite machen kann).
Und weil es grad auf den letzten Seiten von Mark Hursts Produktivitätsleitfadens Bit Literacy ein kleines Thema war, hab ich danach gegoogelt und die Lösung gefunden: durch einen kleinen Eintrag in der Windows Registry kann man die Belegung der Feststelltaste ändern. Ich habe mich für eine zusätzliche STRG Taste entschieden, was für viele Shortcuts hilfreich ist.
Anleitung beim How-To-Geek
(funktioniert auch unter Windows XP, nicht nur unter Vista).
Es wird ein Eintrag (“Scancode Map”) in HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Keyboard Layout hinzugefügt. Mit den Downloads vom obigen Link kann man diesen Eintrag via Doppelklick hinzufügen.
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Kleinste Schrift im Web
Ein Kandidat für den nächsten Mikro-Font Wettbewerb: auf der Startseite von WebShotsPro.com , einem Screenshotdienst, findet sich diese mikroskopisch kleine Schrift:

Man ist geneigt, an das Kleingedruckte zu denken, in dem sich rechtliche Fallstricke verbergen mögen, doch ist die Botschaft in diesem Fall recht harmlos. Dort steht schlicht: “WebShotsPro is constantly generating screenshots. You can view and search our website thumbnails in the archive section.”
Weshalb dieser Text derart geschrumpft wird, ist mir schleierhaft. Rätselvolle Welt des Webs.
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SSL erklärt
Was ist SSL? Die Frage kann 1) multimedial beantwortet werden, wie bei der Videoreihe Karo erklärt IT :
2) mit einem Link auf Wikipedia (der ist auch Teil des Videos)
3) viel einfacher, wenn beim Online Projektmanagementtool Basecamp als einer der Vorteile der kostenpflichtigen Version erklärt wird:
Upgrade to the Plus, Premium or Max-level account and take comfort in secure SSL encryption of all your project data (just like online banks).
just like online banks – knapp und kurz und für jeden (!) verständlich.
[Link zu Karo erklärt IT via Webkompetenz-Blog ]
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Pfadfinderinnen, Cookies und Wikipedia
Mark Hurst erzählt auf Good Experience eine schöne Geschichte über Girl Scout’s Cookie (eine sehr amerikanische Praxis, Pfadfinderinnen verkaufen Cookies für ihre lokale Gruppe; die Cookies werden offenbar industriell in großem Stil hergestellt; mir fallen als Analogie nur die Klingelbüchsen für die Stephansdomsanierung ein, die einem von Schülern auf der Mariahilferstraße unter die Nase gehalten werden; schwer katholisch geprägt der Klingelbeutel im Sinne eines Ablaßhandels zum Loswerden des schlechten Gewissens wegen des Verfalls einer staatstragenden Institution wie des Steffls. Bei den Girl Scout’s Cookies gibt’s immerhin was zum Knabbern.).
Mark will wisssen, welche verschiedenen Cookies seine junge Verwandte verkaufen könnte, und recherchiert dazu zuerst auf der Girl’s Scout Homepage , findet dort einen Banner zu einer speziellen Seite zum Cookie-Programm, auf der er zur Eingabe seiner Postleitzahl und daran anschliessend zum Eingeben seiner Telefonnummer zwecks Rückruf aufgefordert wird.
Hier gibt Mark (verständlicherweise) auf, geht auf Wikipedia und findet dort alles was er zu den Cookies wissen will .
Mark schliesst daraus, dass das Web als Ganzes benutzbarer geworden ist, weil es Seiten wie Wikipedia gibt, die Informationen zugänglich machen, auch wenn die eigentlich zuständige Organisation dies nicht schafft (weil sie zu sehr an Farben, Icons, PR und Abbildung der internen Organisationsstruktur denkt).
Mark’s Fazit:
Here’s a good rule of thumb for any significant website today: compare how hard it is to find your most basic, important information on your site, versus on Wikipedia. If Wikipedia is easier, you might reconsider your options.
[Mark Hurst: The improving online customer experience ]
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eTools.ch - plus und minus
eTools.ch – schweizer Metasuchmaschine, gefällt mir und gefällt mir nicht.
Was mir gefällt:
- das Zitat rechts oben (z.B. “Wer sich in einer Streitfrage auf die Autorität beruft, gebraucht nicht die Vernunft sondern eher das Gedächtnis”), etwas altklug aber doch in Richtung Tägliche-Dosis-Weisheit gehend und somit okay
- Performance: die Suchmaschine ist schnell, wirklich schnell
- Treffergruppierung: sehr transparent ist die Auflistung der Trefferlieferanten (erfrischend: Google ist nicht omnipräsent)
- Vorschau-Funktion: sinnvoll; erspart ein extra geöffnetes Fenster, wenn man schnell schauen möchte, ob eine Seite die gewünschte ist
- Seitenaufbau: die linke Spalte ist mir unklar, wer braucht die? Das sind Links für Seitenende, oder zum Bündeln in einem Link (z.B. Einstellungen)
- Anreisser: als Text wird immer der Beginn des Texts von der Trefferseite gelistet, es wird nicht der Bereich rund um den Suchbegriff ausgewählt
- Blaue Klammer: die blaue Klammer wirkt spröde (nicht dass ich jetzt auf Biegen und Brechen der web X.0 Ästhetik das Wort rede, aber etwas mehr Frische würde nicht schaden)
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no more comments
Im Signal vs. Noise Blog (von 37signals, der Firma hinter Basecamp etc) gibt’s auf unbestimmte Zeit keine Kommentare mehr.
Man wolle nicht the breeding grounds for any more negativity sein; früher seien die Kommentare der Leser sinnvolle Beiträge zur Diskussion gewesen, nun seinen sinnlose, zynische und negative Beiträge die Regel. Die Energie, sich mit derartigem Feedback auseinanderzusetzen sei erschöpft.
Mir fällt dazu jetzt natürlich einiges ein:
- es ist ein Nebeneffekt des gross-werdens; auch wenn (oder: weil) die 37signals Vertreter des small-is-better sind, ist ihr Ruf gewachsen, und das svn-Blog wird von immer mehr Leuten gelesen (mir z.B.); das Mehr an Kommentaren ist kein inhaltliches Mehr, es ist ein rein quantitatives – und oft v.a. ein Mehr an Motzen, Kritisieren, Rechthaberei (aus Unwissenheit, Unvernunft oder Unvermögen der Kommentierenden).
- das svn-Blog hat auch ohne Kommentare eine sehr hohe Frequenz an Einträgen; die Kommentare sind kein essentieller Bestandteil der Seite; ausserdem ist das Blog ein Multi-User Blog, und es werden immer wieder Gastschreiber eingeladen.
- off-topic: Ein Eintrag wie zu den Unruhen in Frankreich ist im Thema und im Ton deplatziert von fast allen anderen Einträgen im svn-Blog; und natürlich entgleitet hier auch die Diskussion komplett; d.h. bei steigender Leserschaft sollte der Fokus einer Webseite immer klarer werden (small im Sinne einer engen, klaren Auswahl bei den Themen; big für die Tiefe der Analyse im Themenbereich)
Fazit: natürlich ist Feedback etwas tolles, und Interaktion mit den Lesern ist es auch. Es ist aber auch mit steigenden Nutzungszahlen eine steigende Eskalationswahrscheinlichkeit vorhanden (merke: mehr User = mehr Häferln = mehr Wahrscheinlichkeit für Eskalation beim geringsten Anlass = mehr Aufwand mit der Bereinigung/Regulierung der Interaktion).
Wenn eine Seite nicht von den User-Inhalten lebt (=keine Communitypage ist), dann kann es besser sein, restriktiv zu verfahren, bzw. ganz auf Kommentare zu verzichten.
(mein persönliches word of the day: on hiatus heisst so viel wie vorübergehend ausser Betrieb, s. Leo Archiv)
(2.word of the day:
Häferl 1. mittelgroße Tasse, meist 1/4 Liter 2. jähzorniger, aufbrausender Mensch (bildlich von überkochender Milch) [Quelle: Sprechen Sie Wienerisch?]
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Navigation bei Flickr und Writeboard
Die Aufmerksamkeitsspannen auf Webseiten sind gestiegen. Und an vielen Ecken und Enden im Netz spriessen Anwendungen, die mehr Anwendung als Webseite im alten klassischen Sinn sind. D.h. dort ist Aufmerksamkeit mit umfassendem Tun oder Involviertsein verbunden, und so erklärt sich m.M. das folgerichtige Weglassen jeglicher Navigation und verwandter Links.
Wenn der Benutzer in einer Anwendung ist, dann braucht er nur eine Möglichkeit, rauszukommen, also einen Link zu einer Übersichtsseite.
Beispiele dafür: – Flickr Slideshows
– Writeboards – bei der Integration in Basecamp gibt es nur einen simplen Link zurück zum “normalen” Basecamp-Projektmanagementset, und das passt auch so (abgesehen davon, dass es wahrscheinlich zwei paar technische Stiefel sind).
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The End of Usability Culture
spannender artikel – design mit dem willen zur unterscheidung als notwendiger schritt, kein sklavisches festhalten an best practices in usability’s namen
The End of Usability Culture
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