Nintendo Wii - Interviewserie mit den Entwicklern der Spiekonsole
Eine sehr besondere Idee als Nachlese zu einem besonderem Produkt: der Präsident von Nintendo, Saturo Iwata, interviewt seine Mitarbeiter zur Nintendo Wii. Iwata aks beleuchtet jeden Aspekt des Designprozesses: Die grundlegende strategische Entscheidung, die neueste verfügbare Technologie nicht in das Wettrüsten um bessere Grafikleistung zu lenken (nicht “faster and flashier” zu werden), sondern ein völlig neues Benutzererlebnis zu ermöglichen; sparsamen Energieverbrauch für eine stationäre Konsole als zentrales Thema zu erfassen (dabei die Erfahrungen im Konzern bei mobilen Geräten nutzend); als Zielgruppe die gesamte Familie zu verstehen, und daher das optische Erscheinungsbild edler zu gestalten (die Konsole wie einen Einrichtungsgegenstand und nicht wie ein Spielzeug aussehen lassen); die Vorgabe mit der Wii nicht grösser als 3 DVD Packungen werden zu dürfen…
Produktentwickler Akio Ikeda über das Konzept hinter dem neuartigen Controller:
I felt that it should be both “Simple” and “Comfortable”. I believe this is the overarching concept behind Wii. I was always aware that the controller should be usable by anyone, and that it shouldn’t be seen as an enemy. Indeed, it should make you want to pick it up.
http://wii.nintendo.com/iwata_asks_vol2_p1.jsp
[via Good Experience ]
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News auf Nintendo Wii
Ein News-Channel für die Spielkonsole: innovatives Navigationskonzept, sensationelle Textvergrößerung, tolle Weltkarte zur Verortung der Stories:
Das Video wurde vom direkt vom TV-Bildschirm gefilmt, daher nicht ideale Qualität, aber man bekommt einen sehr guten Eindruck. Spannend wäre auch noch, den Benutzer (oder: Spieler?) zu sehen; die Verrenkungen eines wii-Neulings wären wohl recht witzig.
Auch wenn inhaltlich hier nur AP-Agenturmeldungen zu sehen sind, die Präsentation wirkt komplett neu. Und wenn man davon ausgeht, dass man die Zielgruppe der Konsolenspieler auf klassischem Weg mit Nachrichten nicht erreicht (klassisch hier: Zeitung, TV-News, Online-Newsportale), dann ist die Integration des Inhalts im Konsoleninterface sicher ein logischer und nachvollziehbarer Weg. Bzw. aus Konsolenhersteller-Sicht natürlich andersrum gedacht ein Weg, die Konsolenumgebung anzureichern und aufzuwerten.
Was mich am meisten beeindruckt: die hyperaktive Geschwindigkeit im Überfliegen der News in der im Clip zu sehenden Demonstration. Beinahe lähmend langsam kommt einem die Laufschrift vor, die beim Überfahren der Titel den Anreisser der Story anzeigt. Die motorische Rasanz der Präsentation setzt das Hirn unter Zugzwang; wenn mehr als der Titel gelesen werden sollte, dann kann der Text nur gescannt werden. Dass Texte im Web oft gescannt werden, weiss man und sieht man auch an durchschnittlichen Aufenthaltszeiten etc. Was bei den Wii-News neu ist, ist diese Verdeutlichung des rasend schnellen Nachrichtenverzehrs. Durch den reduzierten Inhalt auf dem TV-Bildschirm sind trotz Verzichts auf große Navigationsstruktur in einer Übersicht nur sehr wenige Artikeltitel sichtbar, aus denen sehr schnell eine Auswahl getroffen werden kann; man geht in einen Artikel, scannt ihn, vergrössert sich manche Passage, scrollt, vergrössert, verkleinert, geht raus, geht in den nächsten, wieder raus, andere Kategorie, oder rund um die Weltkugel… man muss sich bewegen (von wegen passiver Konsument).
Als Organisationskriterien fallen mir auf: klassische Ressorteinteilung einer Nachrichtenagentur, geographische Zuordnung (im Video nur sehr global erkennbar; k.A. wie regional man hier runtergehen kann; hängt wahrscheinlich an der Materialtiefe, die bei AP prinzipiell wohl zumindest für USA gegeben wäre); die Selektionskriterien sind wohl auch von AP übernommen; Aktualität dürfte klar sein.
Was fehlt (oder nicht erkennbar ist): Verknüpfungen von Geschichten, Verlinkungen auf Websites, Audio und Video, zeitlche Entwicklung von Geschichten.
Fazit: hochgradig faszinierendes Interface und extrem erfrischende Präsentationsform von Newsstories.
Wii are the media.
[via: lostremote ]
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Wii Workout
Hab die Nintendo Wii zu Weihnachten auch zum ersten Mal kurz selbst gespielt, und etwas länger Veronika, Gebi, Dietmar und HiJong beobachtet. Fazit: über den Beobachtungsmodus erschliesst sich einem die Wii nicht. Die Grafik des beobachteten Spiels schaut infantil aus (ein Kampf gegen Hasen, ausgetragen in diversen Minigames), die Sounds klingen nervig, die lautstarke Begeisterung der Spieler befremdet einen (und lässt einen denken, dass man dafür zu alt ist).
Im Mitspielmodus kippt man allerdings sehr schnell ins Spiel, lernt rasch die beiden Controllerteile zu bedienen und zerkugelt sich genauso wie alle anderen Mitspieler.
[Mehr: David Pogue von der NYT über The Wii Workout ]
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